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Altar der St. Johannes Baptista Kapelle Goldhausen
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Altar, Fenster, Kreuzweg

Kapitel IV · 1902–2021

Kurz gesagt

Altaraufsatz und Kommunionbank stammen vom Koblenzer Bildhauer Stephan Cohen, die Bleiglasfenster vom Wiesbadener Glasmaler Albert Zentner, der Kreuzweg von 1907 von Friedrich Rauch.

Man muss nicht wissen, wer das gemacht hat. Aber man sieht genauer hin, wenn man es weiß.

Nach der ersten Erweiterung von 1887 listet das Brandkataster auf, was in der Kapelle steht: ein Altar, ein Schrank, eine Kommunionbank, acht Kirchenstühle, eine Bühne, eine Glocke. 1902 lieferte die Bonner Orgelbaufirma Klais ein Pedalharmonium.

Altaraufsatz und Kommunionbank sind Werke des Koblenzer Bildhauers Stephan Cohen. In der Kapelle von Ruppach stand damals ein ähnlicher Altar. Er kam nach dem Umbau der Ruppacher Kirche 1925 in die Kirche nach Boden.

Den Kreuzweg schuf Friedrich Rauch im Jahr 1907. Bezahlt wurde er mit Spenden.

Die Bleiglasfenster stammen vom Wiesbadener Glasmaler Albert Zentner. 1958 wurde an ihnen gearbeitet, im selben Jahr bekam die Kapelle ein neues Schieferdach.

Im Jahr 2000 untersuchten Restauratoren der Firma Klöckner mit kleinen Putzschnitten, welche Farben im Lauf der Zeit an den Wänden waren.

Zusammen mit der Denkmalpflege entschied man sich für die Fassung, die man heute sieht. Sie geht im Wesentlichen auf den Umbau von 1905 zurück.

Das jüngste Stück steht in der Sakristei: ein neuer Schrank, gebaut von Alexander Bauch mit Hilfe von Jonathan Becker nach alten Vorlagen. Knapp zwei Jahre haben die beiden daran gearbeitet, 2021 war er fertig. Überredet hatte ihn Doris Ehl, die langjährige Küsterin.

Der heilige Josef mit dem Kind, auf einer Konsole mit einem Engel. Auf dem Schild: „Heiliger Joseph! O. p. n.“, kurz für ora pro nobis, bitte für uns.
Der heilige Josef mit dem Kind, auf einer Konsole mit einem Engel. Auf dem Schild: „Heiliger Joseph! O. p. n.“, kurz für ora pro nobis, bitte für uns.
Links Ranken an der Wand, in der Farbfassung, die auf den Umbau von 1905 zurückgeht. Rechts alte Fliesen mit Blattkreuzen.
Links Ranken an der Wand, in der Farbfassung, die auf den Umbau von 1905 zurückgeht. Rechts alte Fliesen mit Blattkreuzen.
  1. 1827eine Glocke von 50 Pfund
  2. 1902Harmonium von Klais
  3. 1907Kreuzweg von Friedrich Rauch
  4. 1958Arbeiten an den Fenstern, neues Schieferdach
  5. 2000Restaurierung der Farbfassung
  6. 2021neuer Sakristeischrank von Alexander Bauch und Jonathan Becker
Was wir noch nicht wissenOb die Glocke von 1827 noch im Dachreiter hängt, wer sie gegossen hat und wie schwer die heutige ist, wissen wir nicht. Auch wer die Figuren geschaffen hat, ist offen.
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Zum Hören · Folge 1 · 4:28Gebaut, erweitert, geblieben

Was hat eine kleine Dorfkapelle mit Mozart, Beethoven und Einstein zu tun? Zweihundertvierzig Jahre Kapelle Goldhausen in viereinhalb Minuten.

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Frag Pia Mais.

Pia Mais ist Architektin und kennt die Pläne, Umbauten und Akten der Kapelle Goldhausen wie kaum jemand sonst. Sie berät den Vorstand des Kapellenvereins Ruppach-Goldhausen e. V. in allen Fragen zur Geschichte.

Wenn du etwas wissen willst, frag sie. Sie antwortet gern, die Mauern sind da eher schweigsam.

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