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Gewölbe im Chor der Kapelle Goldhausen
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Der große Umbau

Kapitel III · 1904–1905

Das KapellenbuchKapitel III
Kurz gesagt

Nach Plänen von Anton Brühl aus Montabaur wurde die Apsis abgerissen, das Schiff um eine dritte Fensterachse verlängert und ein Chor mit Rippengewölbe und eine Sakristei angebaut.

Wer den Kopf in den Nacken legt, sieht, was das Dorf damals gewollt hat.

Goldhausen wuchs, und die Kapelle wurde zu klein. 1901 bat der Kapellenvorstand, Schultheiß und Ortsvorsteher, das Bischöfliche Ordinariat um eine Erweiterung. Zuerst war die Rede davon, sich mit Ruppach zusammenzutun. Dort baute man gerade eine große neue Kirche. Die beiden Gemeinden wurden sich nicht einig. 1904 stellte Goldhausen den Antrag noch einmal.

Die Pläne zeichnete Anton Brühl, Zeichner in Montabaur. Unterschrieben hat er am 4. Juni 1904. Die alte Apsis wurde abgerissen. An ihrer Stelle bekam das Schiff eine dritte Fensterachse. Dahinter kam ein eingerückter, dreiseitiger Chor mit Rippengewölbe, dazu eine Sakristei.

Auch das Dach ist besonders. Oben trägt ein stehender Stuhl, darunter ein liegender, gestützt von einem Sprengwerk. Vermutlich hat man es so gebaut, damit innen eine Decke für die Malereien Platz hatte.

Vorne bei der Muttergottes stand früher eine Kanzel. Man betrat sie von der Sakristei aus. Ihr Sockelstein lag lange beim Nachbarn. Am 14. September 2025 kam er zurück in die Kapelle.

Eine Urkunde über die Einweihung ist nicht gefunden. Katharina Stahl, geborene Bahl, hat erzählt, es sei am Tag ihrer Taufe gewesen: am 31. Juli 1905.

Querschnitte durch Schiff, Chor und Sakristei. Unterschrieben „gez. A. Brühl, Montabaur, 4/6 04“.
Querschnitte durch Schiff, Chor und Sakristei. Unterschrieben „gez. A. Brühl, Montabaur, 4/6 04“.
Das ganze Planblatt von 1904. Unten links der Grundriss mit dem neuen Chor und der Sakristei. Unter der Ansicht steht: „Die Vergrößerung ist rot gezeichnet.“
Das ganze Planblatt von 1904. Unten links der Grundriss mit dem neuen Chor und der Sakristei. Unter der Ansicht steht: „Die Vergrößerung ist rot gezeichnet.“
Zwei Schlusssteine im Rippengewölbe des Chors, der 1904 und 1905 angebaut wurde.
Zwei Schlusssteine im Rippengewölbe des Chors, der 1904 und 1905 angebaut wurde.
  1. 1901Antrag des Kapellenvorstands
  2. 4. Juni 1904Pläne von Anton Brühl
  3. 31. Juli 1905Einweihung, nach einer Zeitzeugin
  4. 14. Sept. 2025Kanzelsockel kehrt zurück
Was wir noch nicht wissenDas Datum der Einweihung kennen wir nur aus der Erinnerung von Katharina Stahl. Manche Quellen nennen den 31. Juli 1905 auch als Weihetag der neuen Ruppacher Kirche. Eine Tür, die auf den Plänen eingezeichnet ist, wurde wohl nie gebaut. Auch der Turm wurde mehrmals umgebaut, wann genau, ist offen.
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Zum Hören · Folge 5 · 4:09Die Decke

Auf dem Plan von 1904 liegt ein dicker Balken quer durch den Raum. In der Kapelle hängt stattdessen eine dünne Eisenstange. Warum die Decke eigentlich gar nicht da sein dürfte.

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Fragen zur Geschichte

Frag Pia Mais.

Pia Mais ist Architektin und kennt die Pläne, Umbauten und Akten der Kapelle Goldhausen wie kaum jemand sonst. Sie berät den Vorstand des Kapellenvereins Ruppach-Goldhausen e. V. in allen Fragen zur Geschichte.

Wenn du etwas wissen willst, frag sie. Sie antwortet gern, die Mauern sind da eher schweigsam.

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