DasKapellenbuch
Zwölf Kapitel über eine kleine Kapelle. Zum Nachlesen, in Ruhe. Die Fragen stellt die Fragebank.
AufschlagenWas belegt ist, steht im Text. Was jemand erinnert, kennzeichnen wir als „erzählt“. Wo wir etwas nicht wissen, fragen wir: „Weißt du mehr?“.
240 Jahre, acht Stationen
Von 1786 bis zum Westerwälder Kulturpreis 2026. Jede Jahreszahl führt zu ihrem Kapitel.
- Weißt du mehr?I · 1786Die erste Erwähnung1786 wird eine Kapelle in Goldhausen zum ersten Mal erwähnt.Weißt du mehr? Wann der heutige Kern gebaut wurde, ist nicht geklärt.
- II · bis 1926Der Kirchweg nach MeudtGoldhausen gehörte lange zur Pfarrei Meudt.
- Weißt du mehr?III · 1904–1905Der große UmbauNach Plänen von Anton Brühl aus Montabaur wurde die Apsis abgerissen, das Schiff um eine dritte Fensterachse verlängert und ein Chor mit Rippengewölbe und eine Sakristei angebaut.Weißt du mehr? Das Datum der Einweihung kennen wir nur aus der Erinnerung von Katharina Stahl.
- Weißt du mehr?IV · 1902–2021Altar, Fenster, KreuzwegAltaraufsatz und Kommunionbank stammen vom Koblenzer Bildhauer Stephan Cohen, die Bleiglasfenster vom Wiesbadener Glasmaler Albert Zentner, der Kreuzweg von 1907 von Friedrich Rauch.Weißt du mehr? Ob die Glocke von 1827 noch im Dachreiter hängt, wer sie gegossen hat und wie schwer die heutige ist, wissen wir nicht.
- Weißt du mehr?V · JohannesDer NameIhr Name ist St. Johannes Baptista Kapelle Goldhausen.Weißt du mehr? Seit wann die Kapelle den Namen St. Johannes Baptista trägt und warum ältere Verzeichnisse Mariä Himmelfahrt nennen, wissen wir noch nicht.
- VI · 1897Schule und Sonnenhof1897 wurde das Goldhäuser Schulhaus direkt neben die Kapelle gebaut.
- Weißt du mehr?VII · 1969Ruppach und Goldhausen werden einsSeit dem 7. Juni 1969 sind Ruppach und Goldhausen eine Gemeinde.Weißt du mehr? Wann Goldhausen zum ersten Mal erwähnt wurde, ist umstritten: Manche Quellen nennen 1289, andere 1294.
- VIII · DenkmalDie Kapelle als DenkmalJa. Die Denkmalliste von Rheinland-Pfalz führt sie als katholische Kirche in Goldhausen, Hauptstraße: Bruchsteinsaal, Ende des 19. Jahrhunderts.
- IX · 2001Der KapellenvereinDer Kapellenverein Ruppach-Goldhausen e.V. wurde am 28. Juni 2001 gegründet, um die Kapelle zu erhalten.
- X · EhrenamtDie Menschen, die sich kümmernMehr als ein Jahrzehnt lang war Doris Ehl die ehrenamtliche Küsterin: Blumen, Bänke, Schlüssel.
- XI · 2026Der Westerwälder KulturpreisIm Juli 2026 erhielt der Kapellenverein den Westerwälder Kulturpreis, dotiert mit 4.000 Euro.
- XII · 1900–1945Pater Richard HenkesPater Richard Henkes wurde am 26. Mai 1900 in Ruppach geboren.
Frag Pia Mais.
Pia Mais ist Architektin und kennt die Pläne, Umbauten und Akten der Kapelle Goldhausen wie kaum jemand sonst. Sie berät den Vorstand des Kapellenvereins Ruppach-Goldhausen e. V. in allen Fragen zur Geschichte.
Wenn du etwas wissen willst, frag sie. Sie antwortet gern, die Mauern sind da eher schweigsam.
Erzähl uns deine Geschichte
Vielleicht hat deine Großmutter hier geheiratet. Vielleicht liegt bei dir ein altes Foto in der Schublade. Oder du weißt noch, was der Pfarrer früher erzählt hat.
Schreib es uns, auch Korrekturen, Termine und Anfragen gehen über dieses Formular. Wenn du eine Quelle hast, nenn sie. Wir prüfen gemeinsam, ob alles zusammenpasst, bevor es ins Kapellenbuch kommt.
Ein Junge lehnt an einer warmen Wand und langweilt sich. Dann reist er durch fünfhundert Jahre Ruppach-Goldhausen, von den Höfen 1525 bis zur Feuerwehr 1955.

Das nächste Kapitel schreiben wir zusammen.
Wer die Kapelle unterstützt, sorgt dafür, dass es noch viele Fragen an sie geben wird.