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Karten
Giebel der Kapelle Goldhausen mit Madonna in der Nische
Start · Geschichte

Geschichte

Gebaut, erweitert, gerettet. Immer von denselben Leuten:
denen aus dem Dorf.

Die St. Johannes Baptista Kapelle

240 Jahre Arbeit vieler Hände

Bruchstein, Kalkputz, ein Rippengewölbe. Gebaut und erhalten von den Menschen im Dorf.

  1. 1786Zum ersten Mal wird eine Kapelle in Goldhausen erwähnt.
  2. 1827Ein Inventar nennt einen Altar und eine Glocke von 50 Pfund.
  3. 1887Die erste Erweiterung. Geweiht am 15. Oktober.
  4. 1897Direkt daneben entsteht das Schulhaus.
  5. 1904Die Kapelle ist wieder zu klein. Das Schiff wird länger, ein neuer Chor kommt dazu.
  6. 1905Der erweiterte Bau wird eingeweiht.
  7. 2001Der Kapellenverein wird gegründet.
  8. 2022Die Kapelle soll aufgegeben werden. Der Verein hält sie offen.
  9. 2026Westerwälder Kulturpreis für den Kapellenverein.
Oben der Querschnitt aus dem Bauplan von 1904 mit Querbalken und gekreuzten Streben, unten die bemalte Decke im Schiff heute mit eiserner Zugstange
Oben der Plan von 1904 mit Querbalken, unten die Decke heute mit Eisenstange.
Über deinem Kopf

Eine Decke, die mehr trägt, als man sieht

Im Chor spannt sich seit dem Umbau von 1904/05 ein Rippengewölbe. Im Schiff ist es anders. Die bemalte Decke dort ist nicht flach: Sie steigt schräg in den Dachraum hinein, wie ein kleines Dach im Dach. Quer durch den Raum spannt sich eine eiserne Stange von Wand zu Wand.

Darüber greifen mehrere Konstruktionen ineinander. Oben am First trägt ein stehender Stuhl, also senkrechte Pfosten unter den Balken. Weiter unten geht er in einen liegenden Stuhl über, dessen Hölzer schräg in der Dachneigung liegen. Gestützt wird das Ganze von einem Sprengwerk: schräge Streben, die die Last zu den Mauern leiten, ohne Pfosten im Raum.

Der Bauplan von 1904 zeigt an der Mauerkrone noch einen durchgehenden Holzbalken. Heute hängt dort die Eisenstange. Sie hält die Mauern zusammen, ohne den Raum zu versperren, und so konnte die Decke höher werden.

Unsere Denkmal-Spezialistin vermutet: Die Konstruktion wurde gewählt, damit innen Platz für eine Decke blieb, auf der man malen konnte. Wann die Stange eingebaut wurde, wissen wir noch nicht.

Weißt du mehr über die Decke?
Die Pläne von 1904 ansehen
Damals und heute

Der Giebel, wie er geplant war

Der Plan, vermutlich von 1887, liegt im selben Maßstab über dem Foto von heute. Zieh den Regler und sieh, was geblieben ist.

Der Giebel der Kapelle Goldhausen heute, im Winterlicht von vorn
Die Giebelansicht aus dem Plan, vermutlich von 1887, im selben Maßstab wie das Foto
PlanHeute
Links der Plan, vermutlich von 1887, rechts der Giebel heute. Wände, Dachschräge, Rundfenster und Nische liegen fast genau übereinander. Der Turm war auf dem Papier noch schlanker.
Das Kapellenbuch

Zwölf Kapitel aus ihrer Geschichte

Alle zwölf
Kreuzwegstation in der Kapelle Goldhausen
„Manche Räume muss man nicht verstehen. Man muss nur eine Weile darin sitzen.“
Außen und innen

Genau hinschauen lohnt sich

Tippe auf die Punkte.

Die Kapelle von der Seite, mit Dachreiter und Bruchsteinmauern

Was wir sicher wissen, steht hier. Wo noch etwas fehlt, fragen wir dich.

Seitenansicht aus den Umbauplänen von 1904
Zum Hören · Der Kapellen-Podcast

Gebaut, erweitert, geblieben

Was hat eine kleine Dorfkapelle mit Mozart, Beethoven und Einstein zu tun? Zweihundertvierzig Jahre Kapelle Goldhausen in viereinhalb Minuten.

0:004:28

Gesprochen von einer künstlichen Stimme. Die Fakten stammen aus den Unterlagen des Kapellenvereins und den Bauplänen von 1904.

Fragen zur Geschichte

Frag Pia Mais.

Pia Mais ist Architektin und kennt die Pläne, Umbauten und Akten der Kapelle Goldhausen wie kaum jemand sonst. Sie berät den Vorstand des Kapellenvereins Ruppach-Goldhausen e. V. in allen Fragen zur Geschichte.

Wenn du etwas wissen willst, frag sie. Sie antwortet gern, die Mauern sind da eher schweigsam.

Frage an Pia stellen

Mach mit

Kennst du die nächste Geschichte?

Jede Folge beginnt mit etwas, das jemand erinnert hat. Erzähl uns deine Geschichte von der Kapelle, schick ein altes Foto oder sag uns, worüber wir als Nächstes sprechen sollen.

Alle Wege zum Mitmachen
Damals und heute

Dieselbe Straße, dieselbe Kapelle

Die Autos sind andere, die Bäume größer. Die Kapelle steht, wo sie immer stand.

Hast du alte Fotos von der Kapelle, vom Sonnenhof oder vom Dorf? Wir sammeln sie für ein Bilderarchiv.

Die Kapelle an der Hauptstraße, 1969
1969an der Hauptstraße
Die Kapelle an der Hauptstraße heute
Heutean der Hauptstraße
Menschen und Geschichten

Vom schwarzen Brett

Kapelle Goldhausen am Abend, seitlich
Damit es weitergeht

Die nächsten 240 Jahre fangen jetzt an.

Jede Generation hat die Kapelle ein Stück weitergetragen. Jetzt sind wir dran.

Die Kapelle Goldhausen am Abend mit offener, erleuchteter TürHolzbänke und Kreuzwegbilder im Schiff der Kapelle Goldhausen

Besuch

Die Tür ist schwer. Dahinter wird es still.

Das Rippengewölbe der Kapelle Goldhausen von unten

Das Kapellenbuch

Ihre Geschichte in zwölf Kapiteln.