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Seitenansicht der St. Johannes Baptista Kapelle Goldhausen in Ruppach-Goldhausen
Start · Kapellenbuch

Die erste Erwähnung

Kapitel I · 1786

Kurz gesagt

1786 wird eine Kapelle in Goldhausen zum ersten Mal erwähnt. Erweitert wurde sie 1887 und noch einmal 1904 und 1905. So steht sie im Kern bis heute.

Manche Häuser werden älter, ohne dass man es merkt. Diese hier hat einfach weitergemacht.

Das erste schriftliche Zeugnis stammt aus dem Jahr 1786. 1827 beschreibt ein Inventar die Kapelle genau: 22 Fuß lang, 17 Fuß tief, also etwa 6,70 mal 5,20 Meter. Aus Stein gebaut, mit Schieferdach. Darin ein Altar und eine Glocke von 50 Pfund. Der Zustand: mittelmäßig.

Vergleicht man diese Maße mit den ersten bekannten Plänen, passt das nicht zusammen. Vermutlich stand hier vorher ein kleinerer Bau.

1887 wird die Kapelle zum ersten Mal erweitert. Die Bauzeichnung des Bauamts Westerburg ist vom 8. Mai 1887, geweiht wurde am 15. Oktober 1887. Seitdem hatte sie eine Apsis, schmaler als das Schiff.

Um 1900 war sie wieder zu klein. 1904 und 1905 wurde noch einmal gebaut. Davon erzählt das nächste Kapitel.

Ein älteres Planblatt: „Risse zur Vergrößerung der Kapelle zu Goldhausen“. Es zeigt die Kapelle mit der schmaleren Apsis. Vermutlich ist es die Bauzeichnung von 1887. Weißt du mehr?
Ein älteres Planblatt: „Risse zur Vergrößerung der Kapelle zu Goldhausen“. Es zeigt die Kapelle mit der schmaleren Apsis. Vermutlich ist es die Bauzeichnung von 1887. Weißt du mehr?
Der Giebel der Kapelle Goldhausen heute, im Winterlicht von vorn
Die Giebelansicht aus dem Plan, vermutlich von 1887, im selben Maßstab wie das Foto
PlanHeute
Zieh den Regler: links der Plan, vermutlich von 1887, rechts der Giebel heute. Wände, Dachschräge, Rundfenster und Nische liegen fast genau übereinander. Der Turm war auf dem Papier noch schlanker.
  1. 1786erste Erwähnung
  2. 1827Inventar: Altar, Glocke, Stein, Schiefer
  3. 1887erste Erweiterung, Weihe am 15. Oktober
  4. 1904/05großer Umbau
Was wir noch nicht wissenWann der heutige Kern gebaut wurde, ist nicht geklärt. Auf einem Lageplan von 1868 ist in Goldhausen noch keine Kapelle eingetragen. Vermutlich entstand der Bau zwischen 1850 und 1887. Im Archiv in Wiesbaden liegen noch Unterlagen, die niemand gesichtet hat.
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Zum Hören · Folge 1 · 4:28Gebaut, erweitert, geblieben

Was hat eine kleine Dorfkapelle mit Mozart, Beethoven und Einstein zu tun? Zweihundertvierzig Jahre Kapelle Goldhausen in viereinhalb Minuten.

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Fragen zur Geschichte

Frag Pia Mais.

Pia Mais ist Architektin und kennt die Pläne, Umbauten und Akten der Kapelle Goldhausen wie kaum jemand sonst. Sie berät den Vorstand des Kapellenvereins Ruppach-Goldhausen e. V. in allen Fragen zur Geschichte.

Wenn du etwas wissen willst, frag sie. Sie antwortet gern, die Mauern sind da eher schweigsam.

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